Zum Inhalt der Seite
Kunst

Bedaure

Der Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg, Ralf Beil, verlässt das renommierte Ausstellungshaus im Streit. Der Vertrag mit Beil sei zum 30. Juni 2019 gekündigt, er ab sofort von seinen Dienstpflichten freigestellt worden, teilte das Museum am Freitag mit. Einer einvernehmlichen Aufhebungsvereinbarung habe der Ausstellungsmacher nicht zugestimmt. Er hatte das Kunstmuseum seit Januar 2015 geleitet. Wie die Braunschweiger Zeitung zuerst berichtete, reagierte Beil mit einer anklagenden E-Mail auf seinen Rauswurf. Darin bedauert er, dass er zwei große Ausstellungen im kommenden Jahr nicht mehr betreuen kann. Die künstlerische Freiheit dafür sei am Kunstmuseum Wolfsburg offenbar nicht gegeben, schreibt Beil. Er hatte u. a. eine kritische Ausstellung über »Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters« geplant, Träger des Museums ist die Kunststiftung Volkswagen. Das Haus, das im kommenden Jahr sein 25jähriges Bestehen feiert, wird im Januar wegen Sanierungsarbeiten bis Ende März geschlossen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2018, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!