Zum Inhalt der Seite

Anno … 8. Woche

1942, 22. Februar: Sir Arthur Harris wird zum Oberbefehlshaber der Bomberflotte der britischen Luftwaffe ernannt. Unter seiner Führung führt die Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg zahlreiche Flächenbombardements gegen Großstädte des Deutschen Reiches.

1947, 22. Februar: Als Zusammenschluss ehemaliger Widerstandskämpfer und politisch Verfolgter wird auf Initiative von Vertretern der KPD und der SPD im Haus der Deutschen Zentralverwaltung in Berlin die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) gegründet. Im Gründungsprogramm heißt es: »Über alle Schichten, Konfessionen, Rassen und Parteien hinweg schließen sich die Kämpfer gegen den Nazismus und die vom Naziregime Verfolgten zu einer überparteilichen Organisation zusammen.« 1971 gibt sich die VVN zusätzlich den Namen Bund der Antifaschisten, um sich für jüngere Generationen zu öffnen. In der DDR wird die VVN 1953 aufgelöst. An ihre Stelle tritt das Komitee der antifaschistischen Widerstandskämpfer.

Anzeige

1967, 20. Februar: Die Volkskammer der DDR beschließt das Gesetz über die Staatsbürgerschaft der DDR. Es ersetzt das bis dahin gültige gesamtdeutsche Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz von 1913 und hebt die in der Verfassung von 1949 anerkannte einheitliche deutsche Staatsangehörigkeit auf. Bereits seit 1964 enthalten Personalausweise den Vermerk »Bürger der Deutschen Demokratischen Republik«. Österreich ist 1975 das erste Land, das die DDR-Staatsbürgerschaft offiziell anerkennt.

1977, 22. Februar: Niedersachsens Ministerpräsident Ernst Albrecht gibt bekannt, dass die Gemeinde Gorleben im Landkreis Lüchow-Dannenberg, einem dünn besiedelten Landstrich in der Nähe der DDR-Grenze, als Standort für ein künftiges nukleares Entsorgungszentrum ausgewählt worden ist. Dort soll ein Zwischen- und ein Endlager entstehen. Daraufhin kommt es ab 1979 immer wieder zu Protesten, u. a. 1980 zu einer Besetzung des Geländes über einem als Endlager vorgesehenen Salzstock. Ab 1984 werden die ersten, zunächst nur schwach radioaktiven Materialen im mittlerweile errichteten Transportbehälterlager eingelagert. Ab 1995 rollt dann der erste Castor-Transport mit hoch radioaktivem Müll. 2012 findet der vorerst letzte Transport statt.

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 18.02.2017, Seite 15, Geschichte

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                                                         Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »kinder« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.