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Chronik

Anno … 28. Woche

1776, 12. Juli: Der Entdecker James Cook bricht in der englischen Stadt Plymouth zu seiner dritten Weltumseglung auf. Im Januar 1779 erreicht sein Schiff die Kealakekua Bay auf Hawaii, wo er am 14. Februar von Einheimischen erstochen wird.

1806, 12. Juli: Auf Initiative Napoleons wird in Paris der Rheinbund gegründet. 16 deutsche Fürsten sagen sich vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation los und schließen sich zu einer Konföderation zusammen. Als Folge der Gründung des Staatenbundes legt am 6. August Kaiser Franz II. die Krone des Heiligen Römischen Reiches nieder, das damit aufhört, zu existieren. Der Rheinbund bricht nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zusammen.

1816, 9. Juli: Auf dem Kongress von Tucumán, einer repräsentativen Versammlung der Vereinigten Provinzen des Río de la Plata, wird die Unabhängigkeit von Spanien verkündet. Vorangegangen war ein seit 1810 dauernder Befreiungskrieg gegen die alte Kolonialmacht. 1825 spaltet sich Bolivien, 1828 Uruguay ab; aus der restlichen Konföderation wird das heutige Argentinien.

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1916, 11. Juli: Die Universität Cambridge verweist den britischen Mathematiker Bertrand Russell seines Lehrstuhls. Russell hatte mit einem Flugblatt gegen den Krieg Stellung bezogen und zur Kriegsdienstverweigerung aufgerufen. Er wird auch zu einer Gefängnisstrafe von einem halben Jahr verurteilt. Unter milden Haftbedingungen kann er aber an mehreren Büchern arbeiten.

1921, 11. Juli: Nachdem bereits am 13. März eine Provisorische Volksregierung gebildet worden war und am 6. Juli Truppen der Revolutionären Volksarmee Urga (heute Ulan-Bator) befreit hatten, wird in der Mongolei der Sieg der Volksrevolution verkündet und eine Art konstitutionelle Monarchie mit einer revolutionären Volksregierung eingerichtet. Im Dezember 1921 wird die Abschaffung der Leibeigenschaft beschlossen. Nach dem Tod des herrschenden Bogd Khan wird 1924 die sozialistische Mongolische Volksrepublik ausgerufen.

1966, 10. Juli: Am »Freedom Sunday« der Bürgerrechtsorganisation Chicago Freedom Movement zieht Martin Luther King mit rund 30.000 Anhängern zum Rathaus der Stadt, wo er 48 Thesen mit Forderungen zur Verbesserung der sozialen Lage an der Eingangstür anbringt. Der Thesenanschlag beeinflusst auch die Bundespolitik maßgeblich. 1968 wird der Civil Rights Act verabschiedet. Das Gesetz verbietet, Wohnungen oder Häuser nicht an bestimmte Interessenten aufgrund ihrer »Rasse«, Hautfarbe oder Religion zu vermieten oder zu verkaufen.

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.07.2026, Seite 15, Geschichte

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