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Konferenz zu Syrien in Kasachstan geplant

Astana. Der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew (Foto) will zu einer Syrien-Konferenz in die Hauptstadt Astana einladen. Sein Land sei bereit, »alle Seiten zu Gesprächen« einzuladen, sagte Nasarbajew während eines Besuches bei seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin in St. Petersburg am Sonntag.

Putin hatte bereits am Freitag auf seiner Jahrespressekonferenz in Moskau mitgeteilt, dass er sich mit den Präsidenten der Türkei und des Iran darauf geeinigt habe, »noch im Januar« Friedensverhandlungen für Syrien zu beginnen. Ohne die »aktive Beteiligung« Russlands, der Türkei, des Iran sowie »der Bereitschaft und aktiven Arbeit des syrischen Präsidenten Assad« wäre die Evakuierung Ost­aleppos nicht möglich gewesen, erklärte Putin. Nun müsse ein landesweiter Waffenstillstand in dem Kriegsland erreicht werden.

Moskau strebt über eine Stabilisierung Syriens auch eine Stärkung der Regionalmächte Iran und Türkei als Gegengewicht zum Einfluss der Europäischen Union und Israels an. Durch letztere wirken bisher die USA auf den Nahen und Mittleren Osten ein.

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Mit Zustimmung der USA, der EU, Israels und der Golfstaaten hatte die Türkei seit 2011 die Bewaffnung islamistischer Kämpfer in Syrien gefördert, um die dortige Regierung zu stürzen. Der Plan ist nicht zuletzt daran gescheitert, dass Russland und Iran militärisch und politisch eng in und mit Syrien kooperiert und die militärischen Erfolge der Streitkräfte und ihrer Verbündeten im vergangenen Jahr möglich gemacht haben. Das hat Ankara offenbar dazu gebracht, sich wieder mehr den regionalen Partnern zuzuwenden.

Bereits im Mai 2015 waren in Astana syrische Oppositionsgruppen mit Vertretern der Regierung aus Damaskus zusammengetroffen. Dies brachte jedoch keine Ergebnisse.

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.12.2016, Seite 6, Ausland

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