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Für alle Katastrophen­fälle

Allerlei Ungemach hat die Bundesregierung veranlasst, das Volk zu warnen und aufzufordern, sich auf schlechte Zeiten einzustellen. Die Zivilverteidigung wird neu überdacht. Im Fall von Terroranschlägen, Wetterkapriolen oder einer erneuten deutschen Wiedervereinigung kann es sinnvoll sein, Vorräte zu halten und sich auf Notsituationen vorzubereiten.

Dazu sollten Familien 24 Liter Flüssigkeit (Bier oder Wasser), Kerzen, Kartoffelchips, Toilettenpapier, Zahnseide, Schwarzwälder Schinken und einige Tofubratlinge zu Hause auf Vorrat halten. Also all das, was für einen Singlehaushalt vor dem Wochenende in den Aldi-Einkaufswagen hineingelegt wird, an dem die Bundesligasaison wieder beginnt.

Dazu noch ein, zwei Tonnen Getreide, Reis, Taschenlampe, Schuhcreme und Topfreiniger. Bei einer siebenköpfigen Familie mit drei Kindern kommen da schnell zwei, drei Schiffscontainer Lebensmittel zusammen. Die kann man bequem im Kinderzimmer von klein Kevin unterbringen und den etwaigen Rest unterm Bett verstauen. Gut, dass man den ollen Regalekrempel von Ikea (lebenslange Rückgabegarantie, kürzlich aufgehoben) noch nicht zurückgegeben hat. Jetzt kann da kommen, was will.

Wer tierlieb ist und Gesellschaft braucht, mag auch an ein Haustier denken. Nach einer Interneterhebung sind Hamster, Meerschweinchen und Pythonschlangen besonders beliebt.

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2016, Seite 11, Feuilleton

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