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Herren an den Herd

Eine Zukunft für Jens Spahn

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Jens Spahns Karriere als Fraktionschef ist hin. Salopp gesagt: mit dem Arsch eingerissen. Doch laut neuesten Gerüchten soll er die neue Oberleihmutter der CDU werden.

Aber wie soll das gehen? Besitzt Spahn die dafür nötige Muttiqualifikation? Immerhin war er unter Merkel Minister. Oder sind die Gerüchte Teil der fiesen hybriden Angriffe Putins gegen wichtige Persönlichkeiten der deutschen Demokratie, die das Vertrauen der Bürger in die Institutionen der Bundesrepublik erschüttern sollen, wie es Roderich Kiesewetter und sein kriegstüchtiger Freund Anton Hofreiter vermuten?

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Oder ist alles nur ein kommunikatives Missverständnis, wie schon im Fall der missglückten Wahl von Verfassungsrichterin Frauke Brosius-Gersdorf, die trotz eines klaren Deals mit dem Koalitionspartner SPD dank Jens Spahns souveräner Fraktionsführung scheiterte? Oder wie im Fall des Kaufs eines Bergs Gesichtsmasken im Wert von 5,9 Milliarden Euro zu Beginn der Coronapandemie? Nicht zu reden vom Erwerb einer vier Millionen Euro teuren Villa in Berlin-Dahlem und der CDU-Spendengala während der Zeit strenger Coronakontaktverbote 2020. In den politischen Kreisen Berlins gilt es weitgehend als gesichert, dass zwischen dem Villenkauf und dem Maskendeal fast kein Zusammenhang besteht.

Ganz gleich, wie er sich künftig an Kinderwagen und Herd bewährt: Unserer wohlwollenden Aufmerksamkeit ist Jens Spahn sicher.

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2026, Seite 10, Feuilleton

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