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20.05.2016
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Bestens vorbereitet
Das Hin und Her beim Glyphosat verunsichert den Verbraucher. Während Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation gewisse Anzeichen für ein Krebsrisiko sieht, vertritt Agrarminister Christian Schmidt (CSU) das Gegenteil. Die Bierbrauer sind auf alles gut vorbereitet. Anfang des Jahres waren sie am Stammtisch aufgeschreckt, als das Münchner Umweltinstitut über Glyphosatwerte im Gerstensaft informiert hatte. Anschließend wurde überlegt, ob man nicht das Wasser im Bier komplett durch Glyphosatpulver ersetzen könnte. Dies hätte den Vorteil, dass man Bier in Pulverform besser transportieren könnte und es sich auch im Liegen bequemer trinken, bzw. essen ließe. Sportlich-quadratisch in Form gepresst könnte man das feste Bier platzsparend im Medizinschrank des Hobbykellers stapeln und für schlechte Zeiten aufbewahren. Eine vollständige Ernährungsumstellung auf Glyphosat wird von ärztlicher Seite wegen widersprüchlicher Berichte noch nicht empfohlen. Langzeitstudien ergaben, dass Menschen, die sich einseitig ernähren und ausschließlich Schwermetalle, freie Radikale oder Glyphosat konsumieren, gewisse Ausfallerscheinungen entwickeln und launisch werden können. Anderseits sind Menschen, die rein vegane Ernährung bevorzugen (Wodka, Bier, Korn) weniger anfällig für Rinderwahn oder Hundestaupe.
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