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Keine Sorgen

Mach dir, du Süße, bitte nicht so viel Sorgen / über das Morgen und Übermorgen. / G’rad das Übermorgen ist fürchterlich, / Es ist das grässliche Über-Ich / unter den existierenden Zeiten. / Lass dich von diesem Quark nicht begleiten. / Wenn ich das Eso-Gelalle vom »Hier und Jetzt« / anhören muss, bin ich entsetzt wie verpetzt. / Wer nur das »Hier und Jetzt« hat, kennt keine Zeit, / keine Zukunft und keine Vergangenheit. / Trotz alledem: Du musst dich nicht sorgen, / musst weder betteln, noch musst du schlimm borgen. / Lebe in Schönheit dein ganzes Leben / Was ich dazugeben kann, will ich geben.

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.11.2015, Seite 10, Feuilleton

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