Zum Inhalt der Seite

Wie im schlechten Film

Agenten der US-Antidrogenbehörde DEA haben einem Bericht des Justizministeriums in Washington zufolge jahrelang Sexpartys mit Prostituierten gefeiert, die von Drogenkartellen bezahlt wurden. Die Orgien fanden demnach in Kolumbien statt, wo die DEA ein großes Büro unterhält. Für die Bewachung der Wertsachen und Waffen der Amerikaner waren kolumbianische Polizisten zuständig. Beteiligt war nach dem Bericht des Generalinspekteurs ein stellvertretender Regionaldirektor. Mehrere Agenten sollen darüber hinaus Geld, teure Geschenke und Waffen von Kartellmitgliedern angenommen haben. Anlass der Ermittlungen waren Trinkgelage mit Prostituierten, die Agenten des Personenschutzes des Präsidenten, Secret Service, 2012 vor einem Gipfel im kolumbianischen Cartagena veranstaltet hatten. (dpa/jW)

junge Welt

Du findest junge Welt Journalismus wichtig – aber ein Abo ist (noch) nichts für dich?

Dann unterstütze uns jetzt mit einer monatlichen oder einmaligen Spende – ganz unkompliziert, ohne Verpflichtung, aber mit großer Wirkung.

Werde Teil einer engagierten Community, die die Weltsicht der Herrschenden nicht übernimmt, sondern kritisch hinterfragt. Dein Beitrag hilft uns dabei.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Danke für Deine Spende.
Sie macht junge Welt Journalismus erst möglich.
Erschienen in der Ausgabe vom 28.03.2015, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!