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Erhebliche Zweifel

Zu jW vom 10. November: »Künftig Hand in Hand?«
Der jungen Welt habe ich mit Erstaunen entnommen, dass in NRW bereits im Herbst Friedensbewegung und Montagsmahnwachen anlässlich der Demo in Kalkar kooperiert haben sollen. Das entspricht nicht den Tatsachen. Die Demo gegen den NATO-Stützpunkt in Kalkar und zu ganz wesentlichen Teilen auch die Mobilisierung zu dieser Demo wurde von den Friedensgruppen im Ruhrgebiet und im Rheinland geleistet. (...) Tatsächlich waren in diesem Jahr am 3. Oktober auch zahlreiche Menschen der Montagsmahnwachen in Kalkar. Den wesentlichen Beitrag zur Mobilisierung der rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben jedoch, neben den nordrhein-westfälischen Friedensgruppen, Antifa- und globalisierungskritische Gruppen und Organisationen sowie linke Parteien in NRW geleistet. An einer Verdopplung oder gar Verdreifachung der Teilnehmerzahlen bei zukünftigen Friedensaktionen durch die Mitwirkung der Montagsmahnwachen darf man deshalb erhebliche Zweifel haben.
Hannelore Tölke, Sprecherin des Landesarbeitsausschusses der DFG-VK NRW

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.11.2014, Seite 14, Leserbriefe

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