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Erschüttert

Zu jW vom 23. Oktober: »Biologische Waffe des Tages: Ebola-Virus«

Ziemlich erschüttert las ich diesen Beitrag mit im ersten Teil doch recht stichhaltigen Indizien für eine geplante Verwendung des Ebola-Virus als biologischer Waffe. Angesichts der enormen Menschenverachtung eines solchen Vorhabens (...) wäre doch diesem Skandal ein längerer und gut recherchierter Hintergrundartikel angemessen gewesen, der auch von der Form her nicht als Kommentar oder gar Ironie auftritt. Polemik wirkt bei einem solchem Thema schlicht zynisch. (...) Im zweiten Teil wird zudem kein Fakt zitiert, sondern auf das allgemeine Vorurteil verwiesen, das ja eh jeder schon kennt. Aus der Besatzungspraxis zu schließen, dass auch ein Völkermord mit Ebola »den Zionisten« durchaus zuzutrauen wäre und deswegen sicher bereits im Geheimlabor geplant wurde, all das aufgrund einer einzigen vagen Zeitzeugenquelle, in der das Wort Israel nicht mal auftaucht - was sollen die jW-Leser daraus machen? (...)

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Ralf Hoffrogge, per E-Mail
 

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2014, Seite 14, Leserbriefe

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