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Verjüngung à la Deutschlandradio

Das Deutschlandradio will 20 Jahre nach seiner Gründung mehr junges Publikum erreichen und das Angebot seiner beiden Programme Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur schärfer voneinander trennen. Mit einer Programmreform im Juni will der Sender das Informationsangebot von Deutschlandradio Kultur deutlicher auf kulturinteressierte Hörer zuschneiden. »Wir werden weniger Politiker und mehr Kulturschaffende im Programm haben, etwa Autoren oder Filmemacher«, sagte Intendant Willi Steul der Nachrichtenagentur dpa.

Journalisten aus der Kultur- und der Politikredaktion sollen gemeinsam die Informationssendungen gestalten. »Jedes politische Thema läßt sich auch von einem kulturellen Blickwinkel betrachten«, sagte Steul. Das Radiofeuilleton wird weiter ausgebaut, Schwerpunkte werden gesetzt, etwa durch eine Gesprächssendung ab neun Uhr, Literatur (von zehn bis elf Uhr), danach Musik.

Auch beim Jugendprogramm D-Radio Wissen wird an Schrauben gedreht. Die Zuhörer des Digitalkanals, der als Labor für die Verzahnung von Radio und Internet verstanden wird, sind im Durchschnitt 46 Jahre alt und 80 Prozent von ihnen Männer.

Weg vom Techno-Sound, mehr Rock und Pop, lautet die Formel, mit der das Programm verjüngt werden soll. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.03.2014, Seite 13, Feuilleton

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