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29.08.2012
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Bischofssitz in Aleppo überfallen
Der griechisch-katholische Erzbischof von Aleppo, Jean-Clement Jeanbart, ist nach Angaben von Radio Vatikan und der kirchlichen Nachrichtenagentur Fides vergangene Woche aus seiner Residenz in Aleppo vertrieben worden. Am vergangenen Donnerstag habe er Schutz bei der Gemeinde der Franziskaner gesucht, von wo er weiter nach Beirut geflohen sei. Die Erzdiözese sei von »unbekannten Gruppen« verwüstet worden, zitiert Fides namentlich nicht genannte Christen in Aleppo. »Sie wollen die Syrer in einen Konfessionskrieg treiben.« Die Türen seien aufgebrochen und Computer und andere Wertgegenstände gestohlen worden. Auch der Sitz der christlichen Maroniten in Aleppo sowie das byzantinische Museum »Maarat Nahman« seien beschädigt worden. Jeanbart hatte mehrmals seine Sorge über »ausländische Kämpfer« in Syrien und »Dschihadisten« geäußert. Fundamentalisten kämen »aus Libyen, Jordanien, Ägypten, Afghanistan, Türkei und vielen anderen Ländern«.
In Damaskus, Hama und Homs wurden derweil insgesamt 390 Gefangene freigelassen, die »kein syrisches Blut vergossen haben«, wie es in einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur SANA hieß.
Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geht von einer anschwellenden Flüchtlingswelle aus Syrien aus. Allein im jordanischen Lager Zaatri seien vergangene Woche 10200 Syrier angekommen, sagte eine UNHCR-Sprecherin am Dienstag in Genf. »Wir glauben, das könnte der Beginn eines größeren, sehr viel umfangreicheren Flüchtlingsstroms nach Jordanien sein«, sagte sie. Bislang sind nach UNHCR-Angaben 70000 syrische Flüchtlinge in Jordanien registriert. Tausende hätten sich aber noch nicht für Hilfen angemeldet.
Bislang sind in vier Nachbarstaaten Syriens – Libanon, Irak, Türkei und Jordanien – mehr als 214000 syrische Flüchtlinge registriert worden. Das UNHCR hatte für dieses Jahr mit 185000 gerechnet, seine Prognosen aber inzwischen deutlich nach oben revidiert. Genaue Angaben machte das UNHCR nicht. In Syrien wird die Zahl der von Kämpfen Vertriebenen auf 1,5 Millionen geschätzt.
(kl)
In Damaskus, Hama und Homs wurden derweil insgesamt 390 Gefangene freigelassen, die »kein syrisches Blut vergossen haben«, wie es in einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur SANA hieß.
Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geht von einer anschwellenden Flüchtlingswelle aus Syrien aus. Allein im jordanischen Lager Zaatri seien vergangene Woche 10200 Syrier angekommen, sagte eine UNHCR-Sprecherin am Dienstag in Genf. »Wir glauben, das könnte der Beginn eines größeren, sehr viel umfangreicheren Flüchtlingsstroms nach Jordanien sein«, sagte sie. Bislang sind nach UNHCR-Angaben 70000 syrische Flüchtlinge in Jordanien registriert. Tausende hätten sich aber noch nicht für Hilfen angemeldet.
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Bislang sind in vier Nachbarstaaten Syriens – Libanon, Irak, Türkei und Jordanien – mehr als 214000 syrische Flüchtlinge registriert worden. Das UNHCR hatte für dieses Jahr mit 185000 gerechnet, seine Prognosen aber inzwischen deutlich nach oben revidiert. Genaue Angaben machte das UNHCR nicht. In Syrien wird die Zahl der von Kämpfen Vertriebenen auf 1,5 Millionen geschätzt.
(kl)
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