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Machtwechsel in kurdischen Gebieten

Damaskus. Kurdische Volksverteidigungskomitees haben Mitte der Woche die Macht in Teilen der kurdischen Siedlungsgebiete Syriens übernommen. Der Vorsitzende der Partei für Demokratische Einheit (PYD) -- des syrisch-kurdischen Ablegers der Arbeiterpartei Kurdistans, PKK–Salih Muslim, bestätigte am Donnerstag gegenüber der Agentur ANF, daß die Übernahme der staatlichen Institutionen in der Stadt Kobani (Ain Al Arab) und in Teilen der Enklave Afrin ohne Gegenwehr der staatlichen Sicherheitskräfte erfolgt sei. Mit der Machtübernahme der Komitees solle verhindert werden, daß die gewaltsamen Auseinandersetzungen aus anderen Landesteilen auf die kurdischen Siedlungsgebiete übergreifen, erklärte Muslim. Die um Tausende syrisch-kurdische Guerillakämpfer aus den PKK-Camps im Nordirak verstärkte PYD hat in syrisch-kurdischen Siedlungsgebieten entlang der türkischen Grenze eine Vielzahl von Checkpoints errichtet, um ein Eindringen der aus der Türkei operierenden Freien Syrischen Armee zu verhindern.
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2012, Seite 7, Ausland

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