-
29.03.2012
- → Ausland
Türkei: Gewerkschafter und Opposition demonstrieren gegen Bildungsreform
Ankara. Die türkische Regierung hat eine für Mittwoch in der Hauptstadt Ankara geplante Großdemonstration der linksgerichteten Gewerkschaftskonföderation des Öffentlichen Dienstes (KESK) gegen die im Parlament debattierte Bildungsreform verboten. Während sich trotzdem Demonstranten vor der Zentrale der Lehrergewerkschaft Egitim-Sen im Zentrum Ankaras versammelten, stoppte die Polizei landesweit Busse mit anreisenden Gewerkschaftern.
Durch die von der islamisch-konservativen AKP-Regierung geplante Bildungsreform sollen die religiösen Imam-Hatip-Schulen den säkularen Gymnasien gleichgestellt werden Zudem sollen die letzten vier Pflichtschuljahre in Form von Fernunterricht absolviert werden können. Die Oppositionsparteien sehen darin einen Angriff auf die weltlichen Grundlagen der Türkei. Am Dienstag abend demonstrierten dagegen über 20000 Menschen auf einer Kundgebung der kemalistischen Oppositionspartei CHP in Ankara (Foto).
Durch die von der islamisch-konservativen AKP-Regierung geplante Bildungsreform sollen die religiösen Imam-Hatip-Schulen den säkularen Gymnasien gleichgestellt werden Zudem sollen die letzten vier Pflichtschuljahre in Form von Fernunterricht absolviert werden können. Die Oppositionsparteien sehen darin einen Angriff auf die weltlichen Grundlagen der Türkei. Am Dienstag abend demonstrierten dagegen über 20000 Menschen auf einer Kundgebung der kemalistischen Oppositionspartei CHP in Ankara (Foto).
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
→ mehr von
Nick Brauns