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Guerillakämpfer bombardiert

Ankara. Die türkische Regierung scheint fest entschlossen zu sein, die kurdische Frage gewaltsam zu lösen. Anders als in den vergangenen Jahren gehen die Militäroperationen gegen kurdische Guerillakämpfer auch im Winter weiter. Zehn Mitglieder der Arbeiterpartei Kurdistans PKK wurden nach Militärangaben allein am Wochenende in der Region Dicle in der Provinz Diyarbakir getötet. Kampfflugzeuge bombardierten das Gebiet, nachdem die Aufständischen von einer unbemannten Aufklärungsdrohne aufgespürt wurden. Die Armee setzt ihre Operationen in der Region fort, in der sie bis zu 50 weitere in Höhlen verborgene Guerillakämpfer vermutet.

Unterdessen gehen die Massenverhaftungen kurdischer Politiker und Aktivisten weiter. 88 Personen wurden allein am Wochenende bei landesweiten Razzien gegen angebliche Mitglieder des PKK-nahen Dachverbandes »Union der Gemeinschaften Kurdistans« (KCK) festgenommen, darunter BDP-Funktionäre und Angehörige der BDP-Jugendorganisation. Im Rahmen der KCK-Operationen wurden während der letzten anderthalb Jahre rund 8000 Personen festgenommen, 4000 befinden sich in Haft, darunter Parlamentsabgeordnete, Bürgermeister, Stadträte, Rechtsanwälte, Gewerkschafter und Parteivorstände.
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.12.2011, Seite 6, Ausland

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