Zum Inhalt der Seite

Geldprobleme

Geldprobleme sind universaler Antrieb im Kapitalismus, der Fetisch der Lohnarbeit. Und wenn man Geld hat, gibt man dem Turbo-Kapitalismus so lange Zunder, bis man mit den Mekons singen kann: »I can’t find my money«. Dazu schunkeln die Schneiders, Zumwinkels und andere Lehmann-Brüder immer noch. Am heutigen Donnerstag wird ihnen der Hamburger Gewerkschaftsaktivist und Schauspieler Rolf Becker in Berlin Mores lehren, wenn er in der jW-Ladengalerie, Torstr. 6, einen »literarischen Streifzug zur Entwicklung von Geld und Kapital« unternimmt. Unter dem schönen Motto »So wird Geld verdient!« liest ab 19 Uhr Becker aus Texten, die viel älter sind als der Kapitalismus: Sophokles, Arsotophanes, Aristoteles und die Bibel sind seine Quellen. Aber auch Heine, Marx, Luxemburg, Brecht und Elfriede Jelinek. (jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2011, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!