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18.08.2010
- → Feuilleton
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Heute beginnt in Berlin der »9. Open Air Klassik
Sommer« in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg. Es spielen
die Berliner Symphoniker unter Leitung von Lior Shambadal
(Eröffnungskonzert heute und Abschlußkonzert am 22.
August), das Deutsche Filmorchester Babelsberg unter Jörg Iwer
(20.8.) und das Prim Arte Orchester, geleitet von Alois Springer
(21.8.). Ihr Debüt geben am Donnerstag der bekannte belgische
Mädchenchor SCALA und die Kolacny Brothers. Nach jedem Konzert
steigt ein Feuerwerk. Der Open Air Klassik Sommer ist ein gut
besuchtes Musikfest im überwiegend gentrifizierten Prenzlauer
Berg, das jedoch für die weniger bemittelten Alteinwohner
immer unerschwinglicher wird. Die Kartenpreise, die der
Veranstalter Frank Isenthal »moderat« findet, steigen
jedes Jahr um einen Euro (außer in der Loge), was seit 2008
sieben bis neun Prozent Steigerung ausmacht. Im Vorverkauf kosten
die Karten 27, 32 und 42 Euro. Auf Nachfrage dieser Zeitung nach
der Finanzierung verweigert Isenthal Auskunft. Aber weniger an den
Veranstalter als an die Kulturpolitik des Berliner Senats stellt
sich die Frage nach den Klassengrenzen von Musikgenuß.
(ssch)
(ssch)
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