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Öcalan kein »­Vermittler« mehr

Ankara. Bei einem Raketenangriff auf die türkische Mittelmeermarinebasis Iskenderum wurden in der Nacht zum Montag sechs Soldaten getötet und zehn weitere verwundet. Der offenbar von einer Kommandoeinheit der Arbeiterpartei Kurdistans PKK durchgeführte Angriff erfolgte, nachdem der auf der Gefängnisinsel Imrali inhaftierte kurdische Politiker Abdullah Öcalan in einer am Wochenende von der kurdischen Tageszeitung Özgür Politika veröffentlichten Stellungnahme erklärt hatte, ab Montag nicht mehr als »Vermittler« für eine Friedenslösung zur Verfügung zu stehen. »Ich ziehe mich aus diesem Prozeß zurück, weil ich keinen Verhandlungspartner gefunden habe«, so Öcalan. Dies sei kein Aufruf zum Krieg, doch die Verantwortung über das weitere Vorgehen liege von nun an bei den PKK-Kommandanten.

Am Montag morgen griffen türkische Faschisten das Gebäude der prokurdischen Partei für Frieden und Demokratie BDP in Iskenderum an und skandierten dabei »Kurden raus«.
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Bereits in den letzten Tagen war es in den kurdischen Landesteilen zu schweren Gefechten zwischen der türkischen Armee und PKK-Kämpfern gekommen, bei denen mindestens sieben Soldaten starben. Acht paramilitärische Dorfschützer wurden nach Meldungen der Nachrichtenagentur Anadolu vom Montag von der PKK gefangengenommen.
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.06.2010, Seite 6, Ausland

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