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RBB erwägt Programmkürzung

Berlin. Der ARD-Sender Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) rechnet mit gravierenden Einnahmeverlusten von bis zu 15 Prozent in den kommenden zehn Jahren. Eine Arbeitsgruppe habe in den vergangenen Monaten drei »Sparszenarien« entwickelt, sagte Unternehmenssprecher Ralph Kotsch am Montag in Berlin auf ddp-Anfrage.

In der drastischsten Variante werde an die Halbierung der Radioprogramme gedacht, von sechs auf drei. Auch das RBB-Fernsehen müsse möglicherweise Einsparungen hinnehmen, sagte Kotsch. So würden im schlimmsten Fall die Nachrichtensendungen »Abendschau« und »Brandenburg Aktuell« zu einer Sendung zusammengelegt. Die »harmloseste« Variante sehe unter anderem eine Reduzierung der Eigenproduktionen im Abendprogramm um die Hälfte vor, so Kotsch. Im Detail sollen die einzelnen Varianten am 18. Juni dem Personalrat, am 23. Juni der Belegschaft und am 24. Juni dem Rundfunkrat vorgelegt werden. Derzeit hat der RBB laut Kotsch rund 1500 festangestellte Mitarbeiter. Die Märkische Oderzeitung hatte am Wochenende berichtet, daß im RBB-Fernsehen nur noch von 18.00 bis 20.00 Uhr ein eigenes, informationsorientiertes Programm gesendet werden solle. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2010, Seite 4, Inland

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