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Fürst Ferdinand oder Comandante Fidel
Den Charakter einer Zeitung erkennt man auch an den Personen, die für sie Werbung machen – und an ihren Aboprämien
Der Herr Fürst hat Visionen. Die rote Diktatur ist also nicht verschwunden? Ja wo ist sie denn? Etwa in Berlin unter der Führung von Wowereit und Wolf? Terror o.k., aber wieso roter? Und wieso erheben die Kommunisten frech ihr Haupt, wenn die Partei Die Linke gute Stimmergebnisse einfährt? Scheiß Demokratie, Herr Fürst, was? Und wenn Ihro Durchlaucht dann doch noch eine demokratisch gewählte Kommunistin in einem Parlament ausfindig gemacht hat, muß er den Schrecken gleich erhöhen, in dem er die Lüge verbreitet, diese fordere gar die Rückkehr der Stasi. Diese Falschinformation hat er der von ihm empfohlenen Zeitung entnommen – oder von jenen Medien, die er als »Kartell der Linksmedien« und damit als große Gefahr fürs Vaterland brandmarkt. Kein Zufall, daß sich die Rechtspostille Junge Freiheit mit so einem schmückt.
Auch die junge Welt braucht dringend Abonnements. Auch die junge Welt bietet ein kostenloses Probeabo an. Und auch die junge Welt nutzt die Wirkung von Empfehlungen. Uns empfehlen allerdings eher keine Fürsten und ähnliche Herrschaften. Sondern unsere Leserinnen und Leser. Weil die junge Welt eine Zeitung gegen Krieg und den Abbau demokratischer und sozialer Rechte ist. Eine Zeitung, die über den nationalen und europäischen Tellerrand hinausblickt und die sich daher auch besonders für Regionen wie Lateinamerika interessiert. Auch weil wir die dortigen Erfahrungen aus Bewegungen und Klassenkämpfen unseren Leserinnen und Lesern nahebringen wollen. Uns interessieren die Sorgen der oben abgebildeten Herrschaften, ihre Interessen und Zeitungen sind aber nicht die unsrigen.
Auch den Charakter der jungen Welt kann man daran erkennen, mit wem und womit sie wirbt. Jeder, der eine neue Abonnentin, einen neuen Abonnenten findet oder selbst ein Abo abschließt, erhält als Prämie ab sofort das Buch »Fidel Castro. Mein Leben«. Es ist die deutsche Übersetzung des Buches »Cien horas con Fidel« von Ignatio Ramonet. Sichern Sie sich eines der druckfrischen Exemplare aus der Erstauflage.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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