Zum Inhalt der Seite

Somalia: Rebellen ­erobern Kismayo

Mogadischu. Knapp zwei Jahre nach ihrem Abzug eroberten islamische Widerstandsgruppen in Somalia die Hafenstadt Kismayo zurück. Augenzeugen zufolge patrouillierten Kämpfer des Rats der Islamischen Gerichte (UIC) am Samstag auf den Straßen. Den dreitägigen Gefechten fielen nach Angaben von Ärzten etwa 70 Menschen zum Opfer, 170 wurden verletzt.

Die UIC hatte 2006 für sechs Monate Mogadischu und weite Teile im Süden Somalias beherrscht. Nach der Invasion äthiopischer Truppen im Nachbarland wurden sie zunächst aus der Hauptstadt und im Januar 2007 dann auch aus Kismayo vertrieben. Seitdem führen sie einen Guerillakampf gegen die weitgehend machtlose somalische Übergangsregierung und die mit ihr verbündeten äthiopischen Besatzer.

(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.08.2008, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!