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Armutslöhne für Leiharbeiter

Berlin. Leiharbeiter müssen ihr Gehalt häufiger mit Arbeitslosengeld II aufstocken als andere Beschäftigte. Die Bundesregierung teilte am Mittwoch in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken unter Verweis auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit, daß im September 2007 rund 91000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche gleichzeitig Arbeitslosengeld II bezogen hätten. Das seien 12,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Wirtschaftszweig gewesen. In allen anderen Bereichen waren es den Angaben nach hingegen lediglich 2,8 Prozent. Bei den 91000 betroffenen Leiharbeitern handelte es sich den Angaben zufolge um 84 000 Vollzeit- und 7000 Teilzeitkräfte. Dennoch hat sich Bundesregierung noch nicht entschieden, ob sie in der Branche einen Mindestlohn einführen wird.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2008, Seite 1, Kapital & Arbeit

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