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Evonik verschiebt Börsengang

Frankfurt/Main. Der Industriekonzern Evonik – ehemals RAG –wird in diesem Jahr wohl nicht mehr an die Börse gehen. Angesichts der Finanzmarktkrise sei der im vergangenen Jahr nach zweijährigem politischen Ringen beschlossene Börsengang im Jahr 2008 vom Tisch, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Montagausgabe. Der aus dem Steinkohlekonzern RAG abgespaltene Essener Chemie-, Energie- und Immobilienkonzern mit 43000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von etwa 15 Milliarden Euro würde gegenwärtig am Kapitalmarkt fast ein Drittel weniger einbringen als im vergangenen Jahr kalkuliert, zitiert die Zeitung Beraterkreise des Evonik-Eigentümers, der RAG-Stiftung. Im Frühsommer vergangenen Jahres hatten Gutachter den Unternehmenswert von Evonik auf mindestens 5 Milliarden Euro veranschlagt. Aus den Verkaufserlösen sollen vom Jahr 2019 an die sogenannten Ewigkeitslasten des Bergbaus zum Beispiel für die Wasserhaltung in den stillgelegten Zechen finanziert werden.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.02.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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