Zum Inhalt der Seite
Aktion

Dinge ändern sich: junge Welt entwickelt Print weiter

Von Verlag und Redaktion
Foto: Ivett Polyak-Bar Am/jW
Die Gelegenheit nutzen, das Printprodukt gegen den allgemeinen Trend weiterzuentwickeln: Die ersten drei Ausgaben der veränderten jungen Welt

Die Taz hat den werktäglichen Druck eingestellt, das ND wird früher oder später nachziehen. Das hat Folgen auch für uns: Lieferwege fallen weg oder werden vorverlegt. Damit wir auch weiterhin alle Regionen mit der gedruckten jungen Welt beliefern können, mussten wir unseren Druckschluss um eine Stunde vorverlegen. Diese Gelegenheit nutzen wir aber auch, das Printprodukt gegen den allgemeinen Trend weiterzuentwickeln. Wir wollen unseren Leserinnen und Lesern (vor allem jenen, die uns gerade neu entdecken) schneller und präziser das bieten, was unsere Stärke ausmacht: mehr Hintergrund, mehr Analyse, mehr kommentierende Texte.

Deshalb haben wir einiges umgestellt. Seit der Ausgabe vom Mittwoch finden unsere Leserinnen und Leser auf der Seite 1 einen zusätzlichen Kommentar. Auf den Seiten »Ansichten« auf 2 und 3 setzen wir uns in der neuen Rubrik »Medienschau« kritisch mit anderen Medien auseinander. Kommentar und Porträt des Tages haben wir von der Seite 8 vorgezogen. Auch unsere täglichen zwei Interviews wollen wir in veränderter Form nutzen, um unser Profil zu schärfen. Mit dem Anspruch, bei uns politisch nahestehenden Organisationen oder Personen besonders kritisch nachzufragen.

Anzeige

Nicht nur unsere Produktionsabläufe, auch Ihre Lesegewohnheiten müssen sich unter solchen Umständen weiterentwickeln. Vertrautes findet sich an anderen Plätzen wieder oder wird auch vermisst, klar. Andererseits sind wir davon überzeugt, dass Neuleserinnen und -leser nun schneller und direkter erfahren, womit sie es bei der jungen Welt zu tun haben. Gerade auf den veränderten ersten drei Seiten. Und Bewährtes bleibt: Wir werden weder auf das Feuilleton noch auf die Texte auf den »Thema«-Seiten verzichten. Allerdings hat sich der Anteil der Meldungen an den Texten in der jungen Welt reduziert (auch wenn wir weiterhin mehr davon bieten als andere Tageszeitungen).

Wir nutzen die Branchenzwänge, um unser Profil zu schärfen und so die junge Welt auch als gedruckte Zeitung auf dem Markt immer besser zu etablieren.

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.11.2025, Seite 16, Aktion

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!