07.10.2026
Lyrik
Geplänkelter Ernst
»Stärkung sprachlicher Handlungsfähigkeit«: Ann Cottens Idyllensammlung »Poller«
Von Ken Merten
Wo auch immer Sie Ann Cotten lesen, das lyrische Ich in Kai Pohls »Was ich lese« liest »Cotten (im Korn)«. Phonetisch naheliegend, ist das agrarkulturell und dingweltlich unscharf, wenn denn eine, deren Nachname an Baumwolle erinnert, mit ins Bett im Kornfeld genommen wird. Interessant wird es aber erst durch die Verschiebung ins zwar Verwandte, aber nicht Identische, weil dadurch etwas in Beziehung gesetzt wird, was der Alltagsverstand nicht zu leisten vermag. Das...
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