Was sind Primus denn nun? Speed-Space-Metal-Pioniere? Proto-Post-Punker? Kaputte Thrash-Funk-Maniacs? Durchgebrutzelte Progrocker? Psychedelische Polkafanatiker? Jazzwütige Alleszertrümmerer?
In gemessenem Ton legte Matthias Egersdörfer dar, wie es um die Korruption in Nürnberg bestellt ist. Der »Immobilienherzog Dr. Schmelzer« und seine Gattin, die »Kulturbürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner« fungierten als »die leuchtenden Edelsteine in unserem Stadtbild«.
Seit einiger Zeit sucht die EZB nach neuen Motiven für die hässlichen Euro-Scheine. Nun kam die luxemburgische Verteidigungsbehörde aus der kalten Küche und präsentierte auf Facebook sechs von der, natürlich, KI ausgespuckte Motive: Flugzeuge, Panzer, Satelliten.
Jürgen Klopp ist ein neuer Bundestrainer, der performt. Die Aufgabe der anderen dabei ist, nicht ständig alles misszuverstehen, denn Erfolg ist Leistung in Relation zur Erwartungshaltung.
Ich bin nie für Spanien gewesen. Egon Friedells »Kulturgeschichte der Neuzeit« hat mich in der Spaniensache imprägniert. Das war jetzt allerdings nebensächlich. Die ritterlichen, beherrschten »Iberer« (Oliver Schmidt) wehrten sich geschickt und beherzt.
Die Auseinandersetzung um den dritten Platz war bekanntlich und »keineszweifels« (Christina Graf) ein Riesenvergnügen – Kirmesfußball, Scheibenschießen, Büchsenwerfen, Freikegeln, ein Comic in bewegten Bildern, genaugenommen: Eishockey.
»Nicht bloß Sport gucken, Sport treiben!« dekretierte die schöne Frau. Wir fuhren nach Abenberg. Im Naturbadeweiher drehte sie ihre Runden. Danach fühlte sie sich federleicht und fetafrisch.
Krempel aus den Fächern Philosophie und Literaturwissenschaft hat einen Sitz in meinem Schädel, tut mir leid. Und die englischen Einsprengsel mögen als parodistische Reaktionen auf den zumal telemedial beförderten kulturellen Verfall interpretiert werden.
Der Beweis ist seit langem erbracht: Medienkritik verfängt nicht. Die Unflatemittenten, die die sie tadelnden Interventionen tatsächlich lesen, stümpern genau deswegen mit Fleiß so weiter.
Walter van Rossum war von den Kölnern vor einiger Zeit rausgeschmissen worden, weil er die Denunziationspraktiken im größten Funkhaus Europas öffentlich analysiert und überdies ein brillantes Buch über den untadeligen Herrn Drosten geschrieben hatte.
Wir waren bei Udo in Fürth. Udo ist ein Geschenk – ein Kunstsammler und -förderer, ein anarchistischer Medizinalrat, eine inkommensurabel generöse Seele. Er war mit Johannes Grützke befreundet.
Jens Lehmann spielt die Leere im platten Fußballimbus, indem er sie ausleuchtet und dadurch in eine neue, eine schopenhauerische Leere hineinschubst. Er hat auf nichts Bock. Er ist ein Punker.