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Auf einer der honigfarbenen Bierbänke vor dem »Seven Bistro« sitzt ein Kneipeneleve und doziert über unseren geliebten Führer. Er habe sich »mit dem Hitler viel aufgefasst«, via TV, fehlendes Ei und so fort.
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Ich prüfte meine Mails, und mein Informant aus den Tunneln des Fußballbetriebs hatte mir etwas zum Autokratiewissenschaftler, Haltungsaufseher und Missionar Christian Streich (»Es gibt keine unpolitische WM«) gesteckt.
»Polyvalent sagt man so gerne«: In der Halbzeitpause liefern der »Analysemoderator« von Magenta TV, Jan Henkel, und Kommentator Julian Engelhard den Kopfwehkünstlern unter uns nahrhaftes Futter.
Die Öffentlichkeit mutierte zur Belehrungsanstalt, in der sie rund um die Uhr Kirchentagsgedöns abfackeln. Die hohe Kunst der Polemik, in der sich Formgeist und Feingefühl vermählen, hat die Linke beinahe gänzlich liquidiert.
Kann so ein Fernsehfaselrundensofa imperialistisch sein? Können Perspektiven zur Geltung kommen? Im Blickwinkel des Schoßhundes, dem sogenannten Hundewinkel? Der Sport und seine Sondersprache.
Die ewige Wiederkehr der in gackernder Einfalt dargebotenen Erörterung von Sachverhalten, die keine sind und daher der Erörterung verschlossen bleiben, lässt das ZDF in einem neuen, mit gähnenden Rentnern und angeödeten Schülern vollgestopften »wm studio« inszenieren.
Ich hatte im Amtsblatt gelesen, dass am Mittwoch um 19 Uhr eine öffentliche Gemeinderatssitzung abgehalten werde, und so ging ich los, weil mich das ja sehr stark interessierte.
»Wer ist wir? Ich nicht!« sagte einst Gerhard Polt. Franziska Brantner drehte die Sentenz um: Wer ist wir? Ich auch! »Denn niemand ist frei allein. Frei sind wir nur als wir.«
Ochse, Maus, das Zicklein – Tiere, die geschändeten, ausgelöschten, sind möglicherweise die – durchaus christlich konnotierten – Symbole der Beendigung sämtlicher Atrozitäten.
Die Welt dreht sich maßgeblich um fehlgeleitete Bewegung und ums inadäquate, mit fixen Ideen verknüpfte Fressen. Im Imperialismus sind beide Momente verschmolzen – und im Habicht, der mich aus dem Schlaf plärrt.
Ein nicht geringes Rätsel ist, warum sogenannte Nachrichtenagenturen was auch immer als Trend ausschreien. Aktuell: »Birding« – »Vogelbeobachtung«. Das machen angeblich immer mehr »junge Leute«. Wegen Stress und so.
Mir wäre eine Welt ohne Glaubenssysteme lieber. Aber vielleicht sollten die Damen und Herren in den Amtskirchen mal darüber sinnieren, wieder das zu machen, was jahrhundertelang in würdevolle Umrisse eingefügt war.