Meine Großmutter fürchtete sich vor Gewittern. Sie ließ die Rollos runter und war noch stiller als sonst. Erst spät dämmerte mir, dass es sie daran erinnert haben könnten, dass ihre Brüder gefallen waren.
Der »Neder« am Rathausplatz, in der Sattlertorstraße, ist eine Oase. Dezennienlang optimal eingesessene Gestalten siedeln an den Resopaltischen, beschirmt von einer dunklen Holzbalkendecke aus dem Neolithikum.
Als mein Vater noch einigermaßen zu Fuß war, ging er morgens vor die Tür und pfiff eine Melodie. Augenblicklich flogen die Amseln aus sämtlichen Nachbarschaften herbei, gruppierten sich aufgeregt um ihn herum.
Die Klimax erklomm Mailand notabene am 11. des Monats, als Esther Sedlaczek und Stephanie Müller-Spirra vor den Kameras zusammen ein Törtchen verzehrten.
If your day is gone / And you wanna ride on – a Bier (oder vier). Man fühlt sich nach zwölf und mehr Stunden Übertragung »butterweich lethargisch« und benötigt inwendige Erfrischung.
Als ich mit dem Lerd am Sonnabend in einer selbstgewählten Olympiapause Fußballbundesligakonferenz glotzte, wurde mir einmal mehr vor Augen geführt, wie stumpf und öde Fußball ist.
Noch mal: Was oder wer hat diese Gesellschaft noetisch verheert? Niemand muss ein Rhetor sein. Und niemand muss ins Fernsehen. Ich begreife das alles nicht mehr.