Gewürdigt wurden beim diesjährigen Bachmannpreis-Wettlesen vor allem Irritationsmomente: Unterbrechungen, Leerstellen – und damit auch Möglichkeitsräume. In der Diskussion fiel das Schlüsselwort: »Erzählökonomie« (Tingler).
Helga Schubert, Bachmannpreisträgerin des Jahres 2020, leitete am Mittwoch den Jubiläumsjahrgang mit den Worten »Und führe uns nicht in Versuchung« ein. Doch der Begriff sitzt auf säkularem Sockel. Schuld und Moral verschwinden zugunsten einer profanen Exegese.
Fragen der Repräsentation haben Valie Export nie losgelassen. Im Zentrum ihrer Arbeit standen genau jene Einschnitte, die Bilder in den Subjekten hinterlassen.
Wie kann man erinnern, ohne zu verharmlosen? Über »offenes Gedenken« am Ort des ehemaligen KZ Uckermark in Brandenburg. Ein Gespräch mit Carmen und Mika.
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Anlässlich ihres 25. Geburtstags am 15. Januar feierte die Wikipedia sich als unabhängiges Prestigeprodukt eines Netzes, dessen Erfolgsgeschichten heute auf Überwachung, Werbung und Verhaltenslenkung basieren.
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Die Stadt Wien rückt »marktwirtschaftliche« Strategien nach vorne und kürzt im Kultursektor, sagt Sabine Sölkner. Die Soziologin arbeitete zuletzt im Infobüro des seit 50 Jahren autonom verwalteten Amerlinghauses.
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Gabriele Rollnik wollte eine Welt verändern, die ihr nicht gefiel. Die Graphic Novel »Ella – Nichts haben, alles ändern« erzählt ihre Geschichte in Rückblenden.
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Digitale Stücklohnarbeit vollzieht sich im Centbereich. Die Tätigkeit selbst folgt einer perfiden Logik: Je höher die Klickrate der Worker, desto eher optimiert sich das System dahinter und ersetzt sie.