In Österreich ist Sprachskepsis seit Karl Kraus ein großes Thema. Zuletzt kam der Lord-Chandos-Brief jedoch verspätet an – dabei könnte die Kritik am sozialdemokratischen Herrschaftsjargon derzeit nicht größer sein.
Der Linux-Kernel wird 35. Was als Hobby des finnischen Informatikstudenten Linus Torvalds begann, erinnert bis heute daran, dass Computer auch anders können: offen, gemeinsam – und ohne Anspruch auf Eigentum
Die Kolonistenprozesse des Jahres 1929 setzten die Siedler in der Wiener Lobau zunehmend unter Druck. Mitten im proletarischen Besiedlungsgebiet etablierte Peter Waller eine völkisch-esoterische Ämterwelt. Binnenkolonisierung in Österreich (Teil 2 und Schluss)
1927 wurde die Wiener Lobau zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Besiedlungsprojekts. Arbeitslose griffen zu Harke und Spaten, um sich eigenmächtig neue Existenzen aufzubauen – und gerieten in einen Konflikt mit der Sozialdemokratie. Über Binnenkolonisierung (Teil 1 von 2)
Gewürdigt wurden beim diesjährigen Bachmannpreis-Wettlesen vor allem Irritationsmomente: Unterbrechungen, Leerstellen – und damit auch Möglichkeitsräume. In der Diskussion fiel das Schlüsselwort: »Erzählökonomie« (Tingler).
Helga Schubert, Bachmannpreisträgerin des Jahres 2020, leitete am Mittwoch den Jubiläumsjahrgang mit den Worten »Und führe uns nicht in Versuchung« ein. Doch der Begriff sitzt auf säkularem Sockel. Schuld und Moral verschwinden zugunsten einer profanen Exegese.
Abo
Fragen der Repräsentation haben Valie Export nie losgelassen. Im Zentrum ihrer Arbeit standen genau jene Einschnitte, die Bilder in den Subjekten hinterlassen.
Abo
Wie kann man erinnern, ohne zu verharmlosen? Über »offenes Gedenken« am Ort des ehemaligen KZ Uckermark in Brandenburg. Ein Gespräch mit Carmen und Mika.
Abo
Anlässlich ihres 25. Geburtstags am 15. Januar feierte die Wikipedia sich als unabhängiges Prestigeprodukt eines Netzes, dessen Erfolgsgeschichten heute auf Überwachung, Werbung und Verhaltenslenkung basieren.
Abo
Die Stadt Wien rückt »marktwirtschaftliche« Strategien nach vorne und kürzt im Kultursektor, sagt Sabine Sölkner. Die Soziologin arbeitete zuletzt im Infobüro des seit 50 Jahren autonom verwalteten Amerlinghauses.