Nachdem die 80er Heroes von Trio 1982 mit »Da Da Da« buchstäblich ihr dadaistisches Potential verschossen hatten, blieb irgendwann nur noch, »Turaluraluralu, ich mach Bubu, was machst du«.
Ich war 16 oder 17, auf der Suche, und fand Elfriede Jelinek. Nach einer Phase mit klassischer proletarischer Literatur, änderten sich Form und Inhalt, die Haltung blieb.
»Was ist Liebe? Ein goldener Faden, der Herz mit Herz verbindet.« Ein schöner Gedanke, kaum vorstellbar, dass er aus dem Tagebuch einer Achtjährigen stammt – der südkoreanischen Schriftstellerin Han Kang, 45 Jahre später, 2024, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.
Geil! Sagt man das noch? Oder wieder? Vielleicht urnice? Cool ist was für 80jährige. Six Seven ist der heißeste Scheiß – Molières Alceste, der Menschenfeind, wäre begeistert gewesen, nichtssagender und oberflächlicher kann Sprache kaum sein.
Wissen wir alle: 333 – bei Issos Keilerei. »Deutsches Haus« nach dem Roman von Annette Hess, Uraufführung im Thalia-Theater Hamburg. Aber wo ist Issos? Wer hat da gekeilt? Egal.
Premierenwochenende in Wien: Am Akademietheater wird »Merlin oder das wüste Land« von Tankred Dorst als Mitklatschinszenierung gegeben, während Elfriede Jelineks »Unter Tieren« am Burgtheater nicht richtig ernstgenommen wird – zumindest abseits der Bühne.
Kurz vor seinem Tod war Tim Curry in der Bibliothek der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (»Oscar«) eingeladen, die Dokumentation bietet Gelegenheit, den britischen Schauspieler, Sänger und Synchronsprecher ungeschminkt zu erleben.
Ganze 15 Jahre mussten die Fans nach dem ersten Album »Top of the Pop:sch« von 2011 warten. Suchmaschinenalgorithmen sind schuld, dass das feine Wortspiel »Pop:sch« mittlerweile auf die harmlose Variante vom derben Oasch reduziert wurde.
Er sei zu Bob Dylans Geburtstag eingeladen gewesen. Na ja, nicht von Bob Dylan direkt, sondern von einer Buchhandlung. Ein Auftritt, er habe schließlich am gleichen Tag Geburtstag wie Bob Dylan. Oder fast.
»Leute, wir müssen endlich aufhören, Austropop zu verklären«, sagt die Musikerin Rahel und wittert Sexismus. Ludwig Hirsch unterstellt sie sogar Pädophilie – obwohl er sie problematisierte. Das ist Ragebait zur Selbst-PR, mit der Schluss sein muss.
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Ikkimel ist jung, Jahrgang 1997, und rappt mit Mädchenstimme wie einstmals Blümchen, nur eben nicht »Herz an Herz«, sondern explizit deftiger zu vordergründig eintönigen Beats, die bei genauerem Hinhören musikalisch nicht ganz so schlecht sind.
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Das beliebte Facebook-Meme, »It’s weird being the same age as old people« trifft wunderbar auf Knut Mellenthin zu. »Trump wird heute 80. Der ist sogar noch älter als ich«, schrieb er mir am 14. Juni, und weiter, »was knapp drei Wochen alles ausmachen können!«