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Portugal: Streik im öffentlichen Dienst

Lissabon. Mehr als achtzig Prozent der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Portugal folgten am Freitag dem Aufruf zu einem Generalstreik. Der Gewerkschaftsverband CGTP-Intersindical und die UGT protestierten damit gemeinsam gegen den anhaltenden Kaufkraftverlust. Gefordert werden Lohnerhöhungen von 5,8 Prozent, die Regierung will nur 2,1 Prozent zugestehen. Dies entspricht der für 2008 prognostizierten Inflationsrate.

Den Auftakt machten ab Mitternacht Beschäftigte der Straßenreinigung und im Gesundheitswesen. Zahlreiche Schulen und Gerichte blieben wegen Arbeitsniederlegungen geschlossen. Es war bereits der vierte große Streik gegen die Politik der Regierung von José Sócrates in diesem Jahr.

CGTP-Chef Carvalho da Silva erklärte, die enorme Streibeteiligung werde die Regierung über eine gerechtere Lohnpolitik »aufklären«. »Wir hoffen, daß sie die Lektion versteht.« (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.12.2007, Seite 1, Ausland

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