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Medienpreis

Der Jugendbuchautor Klaus Kordon (64) erhält am Sonntag, 11 Uhr, in Berlin-Charlottenburg (Villa Oppenheim) den Medienpreis »Das rote Tuch«. Daß Geschichtsunterricht »nicht unter die Haut geht«, erklärte Kordon vor der Verleihung, die ihm »eine große Genugtuung« sei. »Ich glaube, man kann Geschichte nur mit Emotionen vermitteln.« Kordon wuchs nach dem Tod seiner Eltern in verschiedenen Kinder- und Jugendheimen in der DDR auf. Nach einem Fluchtversuch saß er ein Jahr lang in Haft. 1973 übersiedelte er in die BRD. Seit 1980 arbeitet er als freier Schriftsteller. Das mit 2500 Euro dotierte »rote Tuch« wird jährlich von der SPD Berlin-Charlottenburg vergeben. Ausgezeichnet werden der Partei zufolge Werke, die neofaschistische Tendenzen in der Gesellschaft kritisch darstellen und demokratisches Handeln bei jungen Menschen fördern. Die Laudatio hält in diesem Jahr der ehemalige Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.11.2007, Seite 13, Feuilleton

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