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Kunst

Harald Metzkes gestorben

Der Maler Harald Metzkes ist tot. Er starb am vergangenen Donnerstag im Alter von 97 Jahren in Wegendorf in Brandenburg im Kreise seiner Familie. Das bestätigte sein Sohn, der Bildhauer Robert Metzkes, der dpa. Harald Metzkes wurde oft auch »der Cézannist vom Prenzlauer Berg« genannt. Der in der DDR aufgewachsene Künstler zählt zu den Vertretern der »Berliner Malschule«, die sich vom sozialistischen Realismus emanzipierte.

Metzkes orientierte sich an alten Meistern wie Rembrandt oder Velázquez. »Und an Paul Cézanne, meinem Freund«, sagte der Maler der dpa kurz vor seinem 90. Geburtstag. Der Impressionist habe ihn dazu inspiriert, Farben zu verwenden, nachdem er anfangs fast darauf verzichtet hatte. Seine Themen waren Komödie, Harlekine und Zirkusdarstellungen. Das seien Motive, »die als Parabeln die Möglichkeit bieten, in einer Übersetzung die Wirklichkeit abzubilden«, so Robert Metzkes.

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Harald Metzkes wurde 1929 im sächsischen Bautzen geboren. 1947 bis 1949 absolvierte er dort eine Lehre als Steinmetz, anschließend studierte er an der Hochschule für bildende Künste in Dresden. Später war er Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste in Berlin bei Otto Nagel. Dann war er freischaffend in Berlin tätig, hatte eine Atelierwohnung am Kollwitzplatz im Stadtbezirk Prenzlauer Berg. Seinen Lebensunterhalt verdiente er mit Buchillustrationen. Seine erste Einzelausstellung hatte Metzkes 1963 in Berlin. Anschließend stellte er rege im In- und Ausland aus, etwa von 1967 bis 1988 im Rahmen der VI. Deutschen Kunstausstellung bis zur X. Kunstausstellung der DDR in Dresden, 1984 nahm er an der Biennale in Venedig teil. Auch wirkte er an der Gestaltung des Palasts der Republik mit. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.05.2026, Seite 10, Feuilleton

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