-
01.10.2007
- → Ausland
Faktisch Freispruch nach Mord in Irak
Bagdad. Ein Militärgericht der US-Streitkräfte in Bagdad hat einen Scharfschützen wegen Manipulation von Beweisen im Zusammenhang mit dem von ihm verübten Mord an zwei Irakern degradiert und zu fünf Monaten Haft verurteilt. Das Gericht befand den 22jährigen am Samstag für schuldig, auf dem Körper eines der beiden Opfer einen Zünddraht gelegt zu haben, um den Verdacht zu nähren, daß es sich um einen getöteten Aufständischen handle. Vom Vorwurf des Mordes wurde der Soldat freigesprochen. Wegen Anrechnung der Untersuchungshaft und guter Führung kann der Scharfschütze nach 44 Tagen Haft zu seiner Einheit zurückkehren.
(AP/jW)
(AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
