Zum Inhalt der Seite

Neonaziaufmarsch in Burg wieder erlaubt

Burg. Ein für Samstag geplanter Aufmarsch von Neonazis in Burg (Sachsen-Anhalt) wird nun doch stattfinden können. Das Landesverwaltungsamt hob am späten Donnerstag abend das Verbot der lokalen Versammlungsbehörde auf, die ihr Urteil mit der zeitlichen Nähe zum Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß begründet hatte. Antifaschistische Gruppen machen gegen den rechten Marsch mobil: Treffpunkt ihrer Demonstration unter dem Motto »Let’s push things forward« ist zehn Uhr am Bahnhof in Burg.
In den letzten Monaten war es in Burg und Umgebung immer wieder zu Übergriffen von Neonazis auf Migranten und Antifaschisten gekommen. Anfang August hatten Neonazis eine Feier einer vietnamesischen Familie in Burg überfallen und einen Chinesen in einem Regionalzog bei Burg brutal angegriffen. (siehe jW von 4. August).
(jW)
Infos: antifa-buendnis.tk
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 11.08.2007, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!