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100 Jahre Licht

Am 27. Dezember wird Erwin Geschonneck 101 Jahre alt. Frank Hörnigk, Literaturprofessor an der Humboldt-Uni Berlin, hat »eine deutsche Biographie« über den Kommunisten und Schauspieler verfaßt. Der Titel ist deshalb gut, weil Geschonneck so untypisch für dieses Land ist. Weder folgte er den Nazis wie sein Bruder Bruno, noch fiel er 1990 von seinen Überzeugungen ab. Die Weltbewegung wird es ihm danken. Seinen größeren Rollen, Knecht Matti unter der Regie Brechts oder der Ghetto-Friseur Kowalski in »Jakob der Lügner«, kann die Zeit ohnehin nichts mehr anhaben. (jW)

»Der Jahrhundert-Geschonneck«, Fotoausstellung, Arnstadt, An der Weiße 20, noch bis 29. August, geöffnet Mo.–Fr., 14 bis 19 Uhr, Eintritt frei

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.08.2007, Seite 13, Feuilleton

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