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Zorn und Tinte

Redakteure des Magazins Zeit Leben haben sich im Berliner Regierungsviertel als Mitglieder eines Vereins zur Rettung der SPD ausgegeben. An einem Campingtisch sammelten sie Unterschriften für die Volkspartei. Mit dem Volkszorn bekamen sie es zum Beispiel in Gestalt eines Rentners aus »Berlin-West« zu tun: »Die Demokratie wird nich von links zerstört und nich von rechts, sondern vonne Mitte aus! Aus der SPD und ihre neoliberale Scheiße!« Parlamentarier von den Grünen und der FDP etc. mochten nicht unterschreiben, Katja Kipping versicherte im Vorübergehen, man werde der SPD »ein paar Stimmen schon noch übrig lassen«. Klaus Höpcke aber unterzeichnete mit schwarzer Tinte. Und auch Diether Dehm leuchtete die Aktion ein. Überzogenes Fazit der Zeit-Redakteure: »Bei der Linkspartei kommen wir so gut an wie beim Fernsehen«. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2007, Seite 12, Feuilleton

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