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Antifaschist aus Berlin kommt frei

Athen. Der seit Mitte Februar in Griechenland in Untersuchungshaft sitzende Berliner Antifaschist Timo B. soll am heutigen Mittwoch gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 10000 Euro auf freien Fuß gesetzt werden. Dem 31jährigen wird von den Ermittlungsbehörden vorgeworfen, am 20. Februar in Thessaloniki bei Auseinandersetzungen zwischen Studenten und der Polizei Mülltonnen in Brand gesteckt, Molotowcocktails geworfen sowie bei seiner Festnahme Widerstand geleistet zu haben. Der Kfz-Mechaniker bestreitet die Vorwürfe.

Am Tag der Festnahme fand in der besetzten Universität von Thessaloniki ein Konzert gegen die in Griechenland geplante Hochschulreform statt. Nach der Veranstaltung kam es zu Zusammenstößen zwischen Besuchern und der Polizei. B. versuchte zu flüchten, wurde aber von zwei Polizeibeamten festgenommen. Ausschließlich auf deren Aussage stützt sich die Anklage. Bei seiner Festnahme wurde nichts gefunden, was die Vorwürfe belegen würde. Am heutigen Mittwoch findet ab 16.30 Uhr eine kleine Feierstunde vor der griechischen Botschaft (Jägerstr. 55) in Berlin statt.Theo Schneider

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.07.2007, Seite 15, Antifaschismus

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