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RAG-Chef Müller darf weitermachen

Essen. Die Aufsichtsräte der RAG Aktiengesellschaft und der RAG Beteiligungs-AG haben den Vertrag von Konzernchef Werner Müller bis Ende Juni 2011 verlängert. Das teilte der Konzern am Mittwoch in Essen mit. Müller wird damit auch nach dem Börsengang die Leitung des sogenannten weißen Bereichs der RAG, der die Chemie-, Energie- und Immobilienaktivitäten umfaßt, behalten.Ursprünglich hatte der frühere Bundeswirtschaftsminister nach dem Börsengang die Leitung der geplanten Kohlestiftung übernehmen wollen. Dies war an politischen Widerständen gescheitert.
Unter Müllers Ägide als Minister hatte RAG-Großaktionär E.on die Erlaubnis erhalten, mit der Ruhrgas AG zu fusionieren. Sowohl Bundeskartellamt als auch Monopolkommission hatten damals diese Fusion wegen der daraus resultierenden marktbeherrschenden Stellung von E.on untersagt. Nach seiner Amtszeit durfte Müller die RAG leiten, der zuständige Staatssekretär, der die Erlaubnis offiziell erteilt hatte, wurde Manager einer RAG-Tochtergesellschaft.
(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.06.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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