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Börsengang

Panzerbauer KNDS will nicht auf Bundesregierung warten

Foto: Sven Hoppe/dpa
Da rollt er, der "Leopard 2" (München, 22.4.2026)

München. Der Panzerbauer KNDS will mit seinem Börsengang nicht auf eine Entscheidung der Bundesregierung zum Einstieg bei dem deutsch-französischen Unternehmen warten. »KNDS setzt seine Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang entlang des ursprünglichen Zeitplans fort, mit voller Unterstützung der Eigentümer ‌und des Verwaltungsrats«, erklärte Vorstandschef Jean-Paul Alary am Freitag laut einer Mitteilung. KNDS prüfe weiterhin das frühestmögliche Zeitfenster für den ‌Schritt. In Regierungskreisen hieß es, Wirtschafts- und Verteidigungsministerium hätten KNDS gebeten, den noch vor der Sommerpause geplanten Börsengang auf den Herbst zu verschieben. Man brauche mehr Zeit für Gespräche über den Einstieg und die Verteilung ‌von Anteilen zwischen Deutschland und Frankreich. Dazu habe es einen Brief an KNDS gegeben.

Hintergrund ist, dass dem Bund bei den Verhandlungen über einen geplanten Einstieg die Zeit davonläuft. Erst vor kurzem hatten die Staatssekretäre im Verteidigungs- und im Wirtschaftsministerium den beiden KNDS-Eigentümerfamilien Bode und Braunbehrens ihr Interesse signalisiert, ihnen noch vor dem Börsengang einen ‌Anteil von 30 bis 40 Prozent abzukaufen. »KNDS würde natürlich eine mögliche Beteiligung der Bundesregierung am Aktionärskreis begrüßen«, erklärte das Rüstungsunternehmen dazu. (Reuters/jW)

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Erschienen am 16.05.2026, Kapital & Arbeit

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