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Scheißpreis

Am Freitag verleiht die Deutsche Filmakademie in Berlin den Deutschen Filmpreis. Über den höchstdotierten Kulturpreis des Landes (2,845 Millionen Euro) schimpfen in der aktuellen Zeit drei der besten deutschen Regisseure. Andres Veiel (»Black Box BRD«, »Der Kick«) erklärt, die Akademie habe die wichtigen politischen und filmpolitischen Debatten verpaßt. Hans Weingartner (»Die fetten Jahre sind vorbei«) wendet sich als Mitglied der 2003 gegründeten Akademie gegen das »Massenabstimmungsverfahren, das es radikalen, künstlerisch innovativen Filmen extrem schwer macht«. Darauf, daß alle Abstimmungsberechtigten eine Kiste mit DVDs der Kandidaten nach Hause geschickt bekommen, bezieht sich Fatih Akin (»Gegen die Wand»), der 2006 aus der Akademie ausgetreten ist: Er kann nicht glauben, »daß jedes Mitglied aus der Akademie alle Filme aus der ›Kiste‹ qualifiziert genug bewerten kann. Beim besten Willen nicht.« (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.05.2007, Seite 13, Feuilleton

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