Zum Inhalt der Seite

Aufräumen kann wichtig sein

Ein verschollenes Gemälde von Emil Nolde (1867 bis 1956) ist wieder aufgetaucht, das Porträt »Nadja«. Ein Kunstsammler aus der Nähe von Ladenburg im Rhein-Neckar-Kreis habe das ihm unbekannte Ölgemälde »bei Aufräumarbeiten in seinem Dachgeschoß« gefunden. Einer Speditionsfirma in Freiburg/Breisgau sei es »zwischen Oktober 1977 und September 1979 auf ungeklärte Art und Weise abhanden gekommen«, wie das Landeskriminalamt am Freitag in Stuttgart mitteilte. Das Bild aus dem Jahr 1919 habe einen geschätzten Marktwert von einer halben Million Euro. Erstbesitzer des Werkes war Walther Rathenau, der 1922 ermordete Außenminister der Weimarer Republik. Dessen Kunstsammlung erbte Erich Rathenau, der Bruder.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.12.2006, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!