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21.04.2006
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Letztes Hemd für Stoiber
Foto: AP
München. Über 1500 bayrische Landesbeschäftigte haben am Donnerstag in München ihr »letztes Hemd« geopfert, um Landesvater Edmund Stoiber bei der Sanierung des Haushalts und der Finanzierung des Transrapids unter die Arme zu greifen. Die von Streikenden der Staatstheater, Universitäten und Unikliniken, Autobahnmeistereien und Polizei getragene Wäscheleine reichte über mehrere Kilometer vom Finanzministerium bis zur Staatskanzlei.
»Lieber Landesvater: Regieren heißt Handeln, nicht Aussitzen. Tarifverhandlungen jetzt. Wir warten seit 67 Tagen« hieß es auf einem Transparent. Die Gewerkschaften kämpfen gegen die Ausweitung der Arbeitszeit auf 42 Stunden und für die Annahme des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst.
Stoiber hatte zuerst die Arbeitszeit der Beamten raufgesetzt, um dann im Namen der »Gleichbehandlung« auch die übrigen Angestellten länger arbeiten zu lassen. Nach Gewerkschaftsangaben kostet die Arbeitszeitverlängerung weitere 9000 Arbeitsplätze. Inzwischen hat sich in Bayern ein Arbeitskreis ungehorsamer Beamter gegründet, der trotz Streikverbots Widerstand gegen die Arbeitszeitverlängerung leisten will.
»Lieber Landesvater: Regieren heißt Handeln, nicht Aussitzen. Tarifverhandlungen jetzt. Wir warten seit 67 Tagen« hieß es auf einem Transparent. Die Gewerkschaften kämpfen gegen die Ausweitung der Arbeitszeit auf 42 Stunden und für die Annahme des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst.
Stoiber hatte zuerst die Arbeitszeit der Beamten raufgesetzt, um dann im Namen der »Gleichbehandlung« auch die übrigen Angestellten länger arbeiten zu lassen. Nach Gewerkschaftsangaben kostet die Arbeitszeitverlängerung weitere 9000 Arbeitsplätze. Inzwischen hat sich in Bayern ein Arbeitskreis ungehorsamer Beamter gegründet, der trotz Streikverbots Widerstand gegen die Arbeitszeitverlängerung leisten will.
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