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Drei Sechsen

Jessica Schwarz hat auf einer Berlinale-Pressekonferenz am Dienstag nicht nur gesagt, was sie für das Verständnis ihrer Rolle in »Der Rote Kakadu« (jW von gestern) getan hat: die Biografie von Brigitte Reimann gelesen und sich »viel mit Dresdner Taxifahrern unterhalten«. Sie hat auch die Gala »Cinema for Peace« blöd gefunden, die am Montag im Konzerthaus am Gendarmenmarkt über die Bühne ging (auch jW von gestern). 600 Gäste, darunter Milla Jovovich, Bob Geldof, Wim Wenders, Klaus Wowereit und Bernd Neumann, hatten vor einer kurzfristigen Absage von Richard Gere 660 Euro pro Ticket bezahlt. Der Erlös soll an UNICEF und eine AIDS-Stiftung gehen. Schwarz sagte: »Ich finde, das ist eine merkwürdige Form von Geldeinnehmen und Geldausgeben für den Frieden, würde da auch nicht hingehen. Man kann  auch anders arbeiten, ohne sich da in den Mittelpunkt stellen zu müssen.« Korrekt. Nicht zu verwechseln ist die Gala mit dem Friedensfilmpreis der Berlinale, dessen Verleihung für den kommenden Sonntag, 17 Uhr, in der Akademie der Künste auf dem Plan steht.  (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.02.2006, Seite 13, Feuilleton

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