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Konflikt in Osteuropa

Ukraine vertuscht Skandal um Folterzentrum

Kiew. Die ukrainische Nationalgarde versucht, die Geschehnisse um einen mutmaßlichen geheimen Folterknast bei Kiew in ihrem Sinne umzudeuten. So behauptet sie, einen 14jährigen Jungen, der am Montag in das Gebäude verbracht wurde, vor Steinwürfen »geschützt« zu haben. Dem widerspricht allerdings dessen Zeugenaussage, die am Mittwoch von der Nachrichtenseite Strana.ua veröffentlicht wurde. Demnach wurde er mit Gewalt von Uniformierten ohne Abzeichen in die Anlage gezerrt und misshandelt und traf dort auf den Präsidialamtssprecher Kirilo Budanow. Wie auch einer Sanitäterin, die vom Staatsschutz SBU verhaftet wurde, wird ihm vorgeworfen, als »Agent provocateur« für russische Interessen gehandelt zu haben. Am Montag hatten Demonstranten in der Ortschaft Petropawliwska Borschtschagiwka versucht, ein offensichtlich von ultrarechten »Asow«-Einheiten der Nationalgarde betriebenes Gefängnis für Deserteure und Zwangsrekrutierte zu stürmen. Die UNO hatte bereits 2016 die Existenz von Geheimgefängnissen in der Ukraine angeprangert. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.11.2026, Seite 6, Ausland

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  • Onlineabonnent*in Gabriel T. aus B. 5. Nov. 2026 um 16:55 Uhr
    Das diese Foltergefängnisse, beachten sie den Plural, selbst jetzt gerade mal eine Randmeldung wert sind empfinde ich bestürzend und erschreckend. Vor wem habt ihr solche Angst? Hat es Niemöller nie gegeben?