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Ostafrika

Oppositionschef in Tansania zu vier Jahren Haft verurteilt

Foto: Florence Majani/AP/dpa
Der tansanische Oppositionspolitiker Tundu Lissu winkt vor dem Obersten Gerichtshof seinen Anhängern zu (Daressalam, 6.11.2026)

Daressalam. Im ostafrikanischen Tansania hat das Oberste Gericht den führenden Oppositionspolitiker Tundu Lissu am Freitag wegen Anstiftung zur Gewalt zu vier Jahren Haft verurteilt. Eine Anklage wegen Hochverrats, die nach tansanischem Recht mit der Todesstrafe geahndet werden würde, wurde fallengelassen. Lissu kann gegen das Urteil Berufung einlegen.

Lissu, der Vorsitzende der konservativen Oppositionspartei Chadema, war bereits im April 2025 verhaftet worden, nachdem er auf einer Kundgebung im Vorfeld der Parlamentswahlen vom 29. Oktober 2025 Reformen gefordert hatte. Seitdem befand sich der 58jährige in Untersuchungshaft.

Landesweite Unruhen nach Wahlen

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Nach der Wahl in der ehemaligen deutschen Kolonie (1885–1918) kam es zu landesweiten Protesten, bei deren Niederschlagung Hunderte Demonstranten getötet wurden. Während die Opposition und Menschenrechtsorganisationen den Sicherheitskräften exzessive Gewalt vorwarfen, machte eine von Präsidentin Samia Suluhu Hassan eingesetzte Kommission die Demonstranten für die Gewalt verantwortlich.

Das bei Touristen für den Serengeti-Nationalpark, die Urlaubsinsel Sansibar und Afrikas höchsten Berg Kilimandscharo beliebte Tansania gilt eigentlich als eines der stabileren Länder Afrikas. Hassans sozialdemokratisch-panafrikanisch ausgerichtete Partei CCM regiert das Land mit seinen etwa 70 Millionen Einwohnern seit der Unabhängigkeit vor mehr als 60 Jahren. (dpa/jW)

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Erschienen am 07.11.2026, Ausland

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