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Konflikt in Osteuropa

Russland nutzt eigenes Satellitennetzwerk für Angriffe

Foto: Andriy Andriyenko/Ukraine's 65th Mechanized Brigade via AP
In der Region Saporischschja wurde am Donnerstag auch eine Kirche von einer russischen Gleitbombe zerstört ...

Kiew. Russland nutzt nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR sein ⁠neues Satellitennetzwerk »Rasswet« für die Militärkommunikation im Krieg gegen die ⁠Ukraine. Ziel sei es, Angriffs- und Aufklärungsdrohnen präziser zu steuern und sie widerstandsfähiger gegen elektronische Störsignale zu machen, teilte der ‌Geheimdienst am Freitag in einer Erklärung der Nachrichtenagentur Reuters mit. Russland habe in diesem ‌Jahr in zwei Phasen im März und Juli insgesamt 32 dieser Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Das russische ⁠Verteidigungsministerium äußerte sich zunächst nicht ‌dazu.

Das »Rasswet«-System gilt als russische Antwort auf das »Starlink«-Netzwerk des US-Unternehmens Space X des Techmilliardärs Elon Musk. Während ​die Ukraine die militärische »Starlink«-Version »Starshield« intensiv nutzt, hat Russland keinen offiziellen Zugang dazu. Das russische Netzwerk ist mit 32 Satelliten im Vergleich zu den mehr ‌als 10.000 Satelliten von »Starlink« deutlich kleiner. »Die Satellitenkonstellation reicht derzeit nicht aus, um eine ‌lückenlose Abdeckung ‌des ukrainischen Territoriums zu ⁠gewährleisten«, ⁠erklärte GUR-Sprecher Andrij Jussow. Die Verbindung stehe zeitweise zur Verfügung, wenn die Satelliten die entsprechenden ⁠Gebiete überflögen. Bis 2035 plane der Betreiber ‌jedoch, mehr als 900 Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen.

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Militärexperten ⁠zufolge ermöglicht das System Russland täglich zwei Kommunikationsfenster von jeweils mehr als einer Stunde. Dies erlaube einen Datenaustausch mit Drohnen in Echtzeit, was es den Piloten ermögliche, die Flugroute während des Einsatzes anzupassen. Dadurch sinke ‌die Abhängigkeit von programmierten Routen, was die Abwehr erschwere. Die Ukraine versucht, den Aufbau des Netzwerks zu behindern. Präsident Wolodimir Selenskij verhängte ​Sanktionen gegen zehn beteiligte Unternehmen. Zudem griff das ⁠ukrainische Militär im August ein Raketenzentrum in der russischen Region Samara an, ‌wo die Trägerraketen für die »Rasswet«-Satelliten hergestellt werden. (Reuters/jW)

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Erschienen am 07.11.2026, Ausland

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