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Nachschlag: King Marx

→ Das Institut. ZDF-Mediathek

Foto: Chris Reardon/ZDF
Der Horror der Verhältnisse: Gen Z, erkenne deine Macht!

So oft, wie Stephen King über scheinbar Unterlegene schreibt, die ihre Stärke erst erkennen müssen, könnte man ihn für einen heimlichen Marxisten halten. In »Das Institut« beschreibt er, wie Kinder wegen ihrer Gedankenkräfte in einer abgeriegelten »Einrichtung« ausgebeutet werden. Ein feudales Verhältnis, denn die Kinder sind Leibeigene, bis hin zu ihren Gehirnen und deren Produktion. Interessant an dieser Serienadaption – und man muss sagen, dass die King-Verfilmungen gerade im Serienformat gewonnen haben – ist nun vor allem die Prekarität der Verhältnisse. Das »Institut« ist dürftig bewacht, das zahlenmäßig (und charakterlich) prekär aufgestellte Personal hat längst vom Streben nach Vorteil in den Überlebensmodus gewechselt. Die Unterlegenheit der Beherrschenden und die Überlegenheit der Beherrschten treten so deutlich hervor, dass man sich spätestens ab Mitte der Staffel fragt, wann letztere endlich ihre Macht erkennen. King Marx! (mis)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.11.2026, Seite 14, Feuilleton

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