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Film

Regina Ziegler verstorben

Die Filmproduzentin Regina Ziegler ist tot. Sie starb am Sonntag unerwartet mit 82 Jahren in Berlin, wie ein Sprecher der Ziegler Film GmbH der dpa bestätigte. »Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer müssen wir mitteilen, dass Regina Ziegler heute morgen, am 1. November, verstorben ist«, hieß es auf der Seite des Unternehmens. »Mit ihr verlieren wir nicht nur die Gründerin von Ziegler Film, sondern auch eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die die deutsche Film- und Fernsehlandschaft über Jahrzehnte geprägt hat.« Ziegler, die am 8. März 1944 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt geboren wurde, gewann im Laufe ihrer mehr als 50 Jahre dauernden Karriere zahlreiche Preise: Deutscher Filmpreis, International Emmy, Grimme-Preis. »Es warten noch so viele wunderbare Projekte darauf, realisiert zu werden«, sagte Ziegler im Jahr 2024 der dpa kurz vor ihrem 80. Geburtstag. »Die Zeit verging wie im Flug und hat mir unendlich viele tolle Momente beschert. Wenn ich zurückschaue, würde ich alles wieder so machen.« Die Produzentin arbeitete mit Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder (»Kamikaze 1989«) oder Ulrich Schamoni (»Chapeau Claque«) zusammen. Wiederholt produzierte sie Filme ihres zweiten Ehemanns Wolf Gremm (»Fabian«).

Ziegler begann ihre Karriere in einer Zeit, als Männer die Filmbranche dominierten. Der Weg war steinig. In ihrer Autobiographie »Geht nicht, gibt’s nicht« (2017) schrieb Ziegler 2017 über den Start: Im Jahr 1973, in einer Zeit, als Frauen in der Bundesrepublik noch den Ehemann um Erlaubnis fragen mussten, wenn sie eine Arbeit annehmen wollten, kündigte sie ihre Festanstellung. Mit 60 D-Mark Startkapital und Geld, das sie sich bei ihrer Mutter, bei Freunden und Verwandten borgte, gründete sie ihre eigene Produktionsfirma. Da war sie Ende 20. Nach der Trennung von ihrem ersten Mann sei es das zweite Mal gewesen, dass sie etwas für eine Frau in Westdeutschland damals Unvorstellbares getan habe.

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»Es gibt, glaube ich, kein Genre, das ich ausgelassen habe«, sagte Ziegler. Besonders stolz war sie auf ihren ersten Spielfilm »Ich dachte, ich wäre tot« (1973), den sie gemeinsam mit Regisseur Wolf Gremm realisierte. Mit mehr als 500 Produktionen prägte Ziegler mehr als 50 Jahre die deutsche Film- und Fernsehlandschaft. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.11.2026, Seite 10, Feuilleton

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