Nachschlag: Alternatives Ende
→ Inglourious Basterds. So., 20.15 Uhr, Pro sieben
Zum 70. von Christoph Waltz zeigt man den Film, der ihn erdweit berühmt machte, von jenem Regisseur, der das Projekt schon hat abbrechen wollen, weil er keinen geeigneten Darsteller für den SS-Mann Hans Landa finden konnte. Bis ihm eben dieser Waltz ins Casting platzte, der das Diabolische und das Komische in eins packen kann, wie für die Figur erforderlich, und der Deutsch, Französisch, Englisch fließend, Italienisch noch passabel spricht, wie gleichfalls erforderlich. »Inglourious Basterds« eröffnet exemplarisch das Spätwerk von Quentin Tarantino, in dem es oft um alternative Geschichte geht, Film als Gegenentwurf zum niederträchtigen Leben. Die Idee, Hans Landa das Hakenkreuz auf die Stirn zu ritzen, damit er für immer als Nazi kenntlich bleibe, ist gut. Wie auch ein Vorschein von Tarantinos späterem Film »Once Upon a Time in Hollywood«, der die Geschichte um die Manson-Morde gleichfalls alternativ erzählt. Das Problem dort wie auch hier: Man kann eine Nazigeschichte cool erzählen, aber vielleicht sollte man es nicht tun. (fb)
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