Nachschlag: Eat earth! Dig deep!
→Die Adern der Welt. Sa., 1.25 Uhr, Arte
Nomaden gegen Bauern, Vieh gegen Boden. Der älteste Klassenkampf der Welt. Abel wurde Schäfer, Kain Ackermann. Und historisch adäquat schlachtet der Landnehmer den Viehhüter. »Der erste«, weint Rousseau, »der ein Stück Land einzäunte und sich einfallen ließ zu sagen: Dies ist mein – und Leute fand, naiv genug, ihm zu glauben –, war der wahre Gründer der bürgerlichen Gesellschaft.« Der Nomade dagegen nimmt das Land wie die Luft, die er atmet. Ist es abgegrast, lässt er es hinter sich und damit den anderen. Und das Gras wächst nach. Eben davon handelt dieser Film mit dem mehrdeutigen Titel »Die Adern der Welt«. Er zeigt die Verdrängung der Nomaden in der heutigen Mongolei aus dünn bewachsenen Landstrichen, in die sie einmal abgedrängt wurden. Dummerweise entdeckt man nun, dass Gold durch die Adern dieses Lands fließt. Ab da wird es für das gekauft, was sich unter ihm findet, es selbst ist bloß noch im Weg. Wie alles auch, was drauf kreucht. Byambasuren Davaa erzählt davon, ohne in die rührselige Ursprungsromantik Rousseaus abzusinken. (fb)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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